Außenstelle Freiburg

 

Fotojahresrückblick 2014

JANUAR

Der Vortrag „Die Bundestagswahl 2013. Analysen. Ansichten. Argumente." erörterte Prognosen und Perspektiven für das bundesdeutsche Parteiensystem. Die Große Koalition schien einmal mehr die politische Stabilität der Bundesrepublik zu garantieren, während eine kleine Opposition aus Linkspartei und Grünen versuchte diese „übermächtige Regierung" zu kontrollieren.

In einem informativen Vortrag wurden folgende Fragen geklärt:
Welche Geschichte(n) gibt es zu dieser Bundestagswahl zu schreiben? Wer wählte was und warum? War das nun das Ende der Lagerkämpfe und entwickelt sich eine neue Koalitionsarithmetik? Sind die beiden großen Volksparteien CDU und SPD wirklich dauerhaft gestärkt aus dieser Wahl hervorgegangen? Und vor allem was wird aus der FDP?

 

FEBRUAR

Im Frühjahr spielte die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg einen Doppelpass mit dem Sportclub Freiburg. Zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gab es ein gemeinsames Gewinnspiel vom Füchsleclub des SC und der LpB. Interessierte und kreative Schulklassen aus Südbaden konnten einen Workshop unter dem Motto "Fußball verbindet" gewinnen.

Die Schülerinnen und Schüler sollten uns ihr politisches Rhythmusgefühl unter Beweis stellen und folgende Fragen bis zum Februar beantworten:
Was verbindet Ihr mit Brasilien? Was ist für euch das Besondere an der Fußball-WM 2014?

Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt - egal ob Film, Collage, Gedicht oder Fotos. Die drei besten Beiträge belohnten der Sport-Club und die LpB mit einem „Doppelpass-Vormittag" in den Gewinner-Schulen.

Die erfolgreiche Kooperationsarbeit mit dem SC Freiburg wird sowohl 2015 mit einem Aktionstag zum neuen SC-Stadion als auch 2016 mit Veranstaltungen zur Fußball-EM weitergeführt.

 

 

MÄRZ

Mit der GPS-Rallye zum Ersten Weltkrieg in Freiburg wurden diesmal 12 Klassen auf eine historische Reise durch die Stadt mitgenommen.

Unter dem Motto: "Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Stadt", begaben sich die Schulklassen auf historische Spurensuche und wandelten auf den blutigen und unblutigen Spuren, die diese "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" in der "Frontstadt Freiburg" hinterlassen hatte.

Wie genau hat der Erste Weltkrieg den Alltag der Menschen in Freiburg verändert? Wie wurde er hier vor Ort erlebt? Und wie viel Erster Weltkrieg steckt immer noch in der Stadt? Um diese Fragen zu beantworten, führte die Rallye die Schülerinnen und Schüler zu mehreren historisch bedeutsamen Straßen, Plätze und Denkmäler der Stadt Freiburg. Abschließend wurde auch über die Europäische Einigung und die heutige politische Wirklichkeit diskutiert.

APRIL

Mit dem Aktionstag „Spielwiese Europa“ wagte die Außenstelle Freiburg den Versuch, zum ersten Mal das Thema Europa in die Grundschulen zu bringen. Es gingen hunderte von Bewerbungen ein, sodass mit den 30 Aktionstagen lediglich ein Bruchteil der Bewerber den Aktionstag in Anspruch nehmen konnte.

Dabei wurde Dritt- und Viertklässlern auf spielerische Art Europa näher gebracht. Die Schüler stiegen mit Begeisterung in das imaginäre „Flugzeug“, um etwas über das europäische Leitwort „in Vielfalt geeint“ und den Unterschied zwischen den Aufgaben des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission zu erfahren.

  • „In welchen Ländern gibt es den Euro?“
  • „Wie viele Länder sind Mitglied der EU?“
  • „Was ist auf der Europa-Flagge abgebildet?“

Diese und viele andere Fragen mussten die Schüler bei der Suche nach den goldenen Sternen in Form von kniffligen Rätseln, einem sportlichen Parcours und einer Schnitzeljagd klären.

MAI

Bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg am 25. Mai 2014 durften zum ersten Mal junge Bürger ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben. Dazu gab es eine Erstwählerkampagne der Außenstelle Freiburg mit 79 Veranstaltungen in den unterschiedlichsten Formaten: Von Podiumsdiskussionen über Workshops bis hin zu Planspielen. Die Planung begann bereits Anfang des Jahres.

Mit Aktionsformaten wie dem „Erstwähler-Speed Dating“ konnte das Interesse der jungen Wähler für Kommunalpolitik geweckt werden. Besonders das Planspiel „Wahl in Wahlingen“, das insgesamt an 35 Schulen durchgeführt wurde, fand großen Anklang bei Schülerinnen und Schülern. Hierzu wurden die Jugendlichen anfangs in Parteien, Bürgerinitiativen und Presse aufgeteilt. Im imaginären Ort „Wahlingen“ stellte man anschließend den Wahlkampf nach.

Insgesamt war die Erstwählerkampagne ein voller Erfolg und konnte die jungen Wähler überzeugen, ihr neues Recht in Anspruch zu nehmen.

JUNI

Zum 100. Jahrestag des Attentats von Sarajevo, dem 28. Juni 2014, erinnerte die Außenstelle Freiburg mit 14 Aktionen an den 1. Weltkrieg.
Es wurde Muckefuck – ein kaffeeähnliches Getränk – ausgeschenkt, Zeitungsjungen berichteten den Besuchern von  den neusten Geschehnissen, diverse Ausstellungsobjekte zierten die Schaufenster einiger Freiburger Läden.
Bei der Aktion „blood, sweat and tears“ schminkten die Mitarbeiter des Jugendrotkreuzes freiwillige Passanten, die anschließend mit Kriegswunden durch die Stadt spazierten.
Vielen Besuchern wurden dadurch die Auswirkungen des 1. Weltkriegs auf den Alltag ins Bewusstsein gerufen und sorgten für rege Diskussionen auf dem Rathausplatz und in den Medien.

JULI

Am 30. Juli trafen sich Teamer, Multiplikatoren, Spielwiesler, freie Mitarbeitende und Praktikanten der Außenstelle Freiburg, um einen Blick auf die Veranstaltungen des vergangenen Schuljahres zu werfen und um die Grundlagen für die "kommende Spielzeit" zu legen.

Im Anschluss gab das Grillfest Gelegenheit sich mit alten Bekannten über persönliche und dienstliche Erlebnisse auszutauschen. Man berichtete sich gegenseitig von den bisherigen Erfahrungen mit diversen Aktionstagen und Planspielen.
Es trafen sich viele neue und alte Gesichter zum ersten Mal und lernten sich besser kennen. Mit reichlich Fleisch, oder auch Tofu, Salat, Getränken, Humor und guter Stimmung feierte man fröhlich in den Abend hinein.

AUGUST

Im August fand ein tagesaktueller Vortrag zur Ukrainekrise statt:
„Mehr als nur der "östliche Rand Europas? Georgien und die Ukraine vor einer (un-)sicheren Zukunft?".

Die Parallelen drängen sich auf: z.B. zwischen dem 8-Tage-Krieg 2008 in Georgien und der aktuellen Krise auf der Krim und in der Ostukraine. Sowohl die georgische als auch die ukrainische Gesellschaft befinden sich in ähnlichen Zwischenwelten: zwischen Europa, Russland und Asien, zwischen Westbindung und russischem Hinterhof, zwischen westlichen Werten und Orthodoxie, an der Schwelle zu Modernisierung und Demokratisierung und als Teil der europäischen „Nachbarschaftspolitik“.

In einem illustrierten Vortrag und ausführlichen Gesprächen wurde den Teilnehmern ein kleiner Einblick in dieses Themen gewährt.

SEPTEMBER

Im September wurde intensiv an der Fertigstellung des Schulprogramms der Außenstelle Freiburg gearbeitet, welches dann an alle weiterführenden Schulen im Regierungsbezirk zum ersten Mal nur per Mail versandt wurde.

Neben den Aktionstagen und Planspielen, die sich reger Nachfrage erfreuen und auch im neuen Schuljahr weiterhin angeboten werden, steht das Schuljahr 2014/15 ganz unter dem Motto: „Grenzen. LOS!".

Seien es die Grenzen der Angst mit backstage-Exkursionen zum Thema „Rückblicke auf die friedliche Revolution 1989 in Leipzig und Berlin" und „Musik kennt keine Grenzen" – welche Rolle spielte Musik in der DDR – oder sogar territoriale Grenzen mit Veranstaltungen zum Ersten und Zweiten Weltkrieg.

 

 

OKTOBER

Das 25. jährige Jubiläum zum Mauerfall bot eine gute Gelegenheit Bilanz zu ziehen. Wie war es eigentlich damals im Osten? Was ist nach all dieser Zeit von der deutschen Teilung übrig geblieben? Wie sah der Einigungsprozess aus und ist dieser abgeschlossen?

Die Außenstelle Freiburg bot hierzu 6 Vorträge an, die zusammen mit der Universität Freiburg und dem Carl Schurz Haus organisiert wurden.

Einen guten Einstieg ermöglichte Roland Jahn, amtierender Bundesbeautragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, mit seinem Vortrag. Herr Jahn konnte mit seiner Berliner Rede den Hörsaal füllen und für rege Diskussionen im Anschluss sorgen.

Mit weiteren prominenten Referenten wie Petra Pau (Die Linke), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags oder Markus Meckel, dem ehemaligen Außenminister der DDR, wurde die Vortragsreihe begeistert aufgenommen.

Oft entstanden nach den Vorträgen interessante Diskussionen zwischen dem Publikum und der Rednerin oder dem Redner, sodass die Zuhörerinnen und Zuhörer ihre persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen zur DDR, dem Mauerfall oder der Wiedervereinigung mit dem Saal teilen konnten.

Der Schlussvortrag von Frau Birthler, als ehemalige Bundesbeautragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, im Januar 2015 wurde leider nach Beginn der Reihe abgesagt.

NOVEMBER

Anstatt den Morgen alleine mit der Zeitung und einem Kaffee zu verbringen, wieso nicht gemeinsam mit anderen Leuten und einem interessanten Vortrag zu aktuellen Themenbereichen?

Im Seminarraum der Außenstelle Freiburg konnten interessierte Bürger und Bürgerinnen, Schüler und Schülerinnen Vorträge

  • zum Ersten Weltkrieg
  • den US-Midterms Elections
  • dem Leben in der DDR
  • und zu den Folgen der EU-Wahlen

erleben.

Bei einem frischgebrühten Kaffee hörten die Frühaufsteher den Rednerinnen und Rednern gespannt zu und diskutierten in offener Runde mit.

DEZEMBER

Unter dem Stichwort „Festung Europa" stellten die Schülerinnen und Schüler bei diesem Planspiel die Regierungs- und Staatschefs einiger ausgewählter Mitgliedsstaaten im europäischen Rat dar.

Die Asyl- und Flüchtlingsproblematik der Europäischen Union wurde lange und heftig diskutiert, da zwischen den einzelnen Ländern große Unstimmigkeiten herrschten. Sie waren alle sehr engagiert dabei und es gelang ihnen am Ende sogar zu einem zufriedenstellenden Kompromiss, der schriftlich in einem Abschlussdokument festgehalten wurde, zu kommen.

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