Außenstelle Freiburg

 

Landespolitik BeWegt

Foto: Bundesrat, Frank Bräuer

Föderale Entscheidungsprozesse gestalten

Wieso wird in Nordrhein-Westfalen nicht das gleiche Abi geschrieben wie in Berlin oder Sachsen? Wieso kann man in Baden-Württemberg bis 24 Uhr einkaufen gehen, während in Bayern die Läden um 20 Uhr schließen? Und wieso gibt’s in Baden-Württembergischen Supermärkten ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr, obwohl man in Berlin die ganze Nacht über den Sekt zum Anstoßen erstehen kann?

Diese und weitere Fragen zum Föderalismus in Deutschland und den Kompetenzen der Bundesländer werden im ersten Teil des Aktionstags „Landespolitik BeWegt“ auf spielerische Art und Weise beantwortet. Daneben geht es um die Frage, wer eigentlich die Landespolitik bestimmt. Was haben Kretschmann, Seehofer und Co. zu sagen, wer entscheidet über das Abi und die Ladenöffnungszeiten und was haben die Länder nun mit dem Bund zu tun?

Im zweiten Teil des Aktionstages steht das Planspiel „Sicher ist Sicher?“ auf dem Programm. Im Zuge dieses Rollenspiels wird die Arbeitsweise des Bundesrates am Beispiel der Flüchtlingspolitik nachempfunden: Erst kürzlich beschloss der Bundestag, die nordafrikanischen Staaten Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer zu erklären. Nun liegt der Gesetzesentwurf dem Bundesrat vor. Doch nur wenn die Länderkammer dem Entwurf zustimmt, wird das Gesetz in Kraft treten. Aber auch die Regierungen der 16 Bundesländer sind sich in dem Thema nicht einig, eine heiße Debatte im Bundesrat steht bevor.

 

  • Leitperspektive: Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt
  • I-Kompetenz: Politisches System
  • P-Kompetenz: Handlungskompetenz, Urteilskompetenz
  • Ziel: Akteure und Kompetenzen der Landespolitik darstellen; die Mitwirkung des Bundesrates am politischen Entscheidungsprozess im föderalen System Deutschlands beurteilen.
  • Klassenstufe: ab Klasse 9
  • Zeit: 5 Zeitstunden
  • Teilnahmezahl: ab 12 Personen

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