Contra oder Pro in der WTO
Globale Probleme in der Welthandelsorganisation lösen
Ab Klasse 11, mindestens 24 Personen, 8 bis 13 Uhr

"Das Gebiet ist abgesperrt, weitreichende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen. Globalisierungskritiker haben ihren Protest angekündigt - steht doch die WTO (Welthandelsorganisation) in ihren Augen für die Enthemmung des weltweiten Güteraustauschs, für die Abschaffung des Staates.

Wichtige Entscheidungen zur Stärkung des Handels stehen heute auf der Tagesordnung: Können sich die verhandelnden Länder auf den Abbau der Subventionen bei landwirtschaftlichen Produkten einigen? Werden die Einfuhrzölle im Agrarsektor gesenkt? Die Ausgangslage der einzelnen Mitgliedsstaaten unterscheidet sich stark. Harte Verhandlungen stehen an."

Mit dem Planspiel zur World Trade Organisation (WTO) lernen die Teilnehmenden Möglichkeiten und Herausforderungen demokratischen Handelns kennen und setzen sich mit den verschiedenen Dimensionen der Globalisierung sowie aktuellen Problemen des Welthandels auseinander. Sie schlüpfen in die Rollen von Präsidenten und Wirtschaftsministern ganz unterschiedlicher Länder und vertreten in diesen Rollen die Interessen ihrer Nationen in der WTO.

Ihre Aufgabe für den Vormittag ist es, eine Einigung zu finden bei den schwierigen Themen:

a) Erhöhung der Umweltstandards und
b) Abbau von Agrarsubventionen.

Zum Einstieg erfolgt eine kurze Einführung zur WTO, den Themenbereichen der Zoll- und Subventionspolitik und des internationalen Umweltschutzes.


 


STREIK
Tarifverhandlungen und Arbeitskampf hautnah erleben
Ab Klasse 9, mindestens 12 Personen, 8 bis 13 Uhr

"Der Ton ist rauer geworden. Sowohl innerhalb des Konzerns, als auch in der Berichterstattung der Medien wird immer häufiger das Schreckgespenst eines Arbeitskampfes beschworen..."

Dieses Planspiel simuliert Tarifverhandlungen in einem fiktiven deutschen, international operierenden Großkonzern. Die Schülerinnen und Schüler sind Arbeitgeber, die niedrige Abschlüsse aushandeln und Gewerkschafter, die spürbare Einkommensverbesserungen erreichen wollen. Während der Verhandlungen liefern die Medien Informationen und Politiker vermitteln. Die Teilnehmenden erfahren bei STREIK, wie schnell Konflikte eskalieren können und nach welchen Regeln man in der Bundesrepublik Kompromisse und Interessenausgleiche sucht.


 


Du hast die Wahl in Wahlingen
Kommunalpolitische Fragen entscheiden
Ab Klasse 8, mindestens 20 Personen, 8 bis 13 Uhr

Kommunalpolitik spielerisch selbst erleben und gestalten; diese Möglichkeit bietet sich in der fiktiven Stadt Wahlingen, die mit ihren Themen und Problemen das Ausgangsszenario des Planspiels bildet.

Zur Einführung gibt es eine kurze Wiederholung zu Aufbau und Arbeitsweise der Gemeinde. Im fiktiven Städtchen Wahlingen lernen die Schüler einen Ort mit den typischen Problemen einer Gemeinde kennen. Anschließend erarbeiten sie in Parteigruppen handlungsorientierte Lösungsvorschläge und Wahlkampfstrategien. Den Schwerpunkt des Aktionstages bilden dann der Wahlkampf und schließlich die eigentliche Wahl. Zum Schluss erfolgt eine umfangreiche Auswertung von Wahl und Wahlkampf. Spielerisch erlernen die Schülerinnen und Schüler die zentrale Bedeutung der Bürgerbeteiligung in einer Demokratie und erfahren, dass konstruktive Konfliktlösungen machbar sind.

Zur Durchführung des Planspiels sollte die Klasse über ein kommunalpolitisches Basiswissen, wie etwa die Zuständigkeiten und Aufgaben der beteiligten Akteure, verfügen.


 


"27 + x" - Wie viele Mitglieder verträgt die Europäische Union?
Diskutieren in den Rollen von Ministern, Kommissaren und Beitrittskandidaten
Ab Klasse 11, mindestens 25 Personen, 8 bis 16.30 Uhr

Seit dem Beitritt Rumäniens und Bulgariens im Jahr 2007 umfasst die Europäische Union 27 Nationen. Vielerorts mehren sich die Stimmen, dass "das Boot nun voll sei".

Doch auch Kroatien und die Türkei wollen in die EU und damit verbinden sich schwierige Fragen: Ist die Europäische Union eine christliche Wertegemeinschaft, die sich einen Beitritt der Türkei nicht leisten kann? Sollte die EU auf eine gemeinsame Grenze zum Irak verzichten? Wie sieht es mit den Menschenrechten in der Türkei aus? Hat die EU geopolitische Vorteile aus der militärischen Stärke der Türkei? Ist Kroatien nicht Teil des Unruheherdes Balkan? Ist Kroatiens Wirtschaft fit genug für den Beitritt? Das Planspiel simuliert die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien und der Türkei. Dabei schlüpfen die Schülerinnen und Schüler in die Rolle eines aktiven politischen Akteurs und erfahren, welche Interessen die Kandidaten, die EU-Mitglieder und die Europäische Union selbst vertreten und was für ein schwieriger Prozess die Aufnahme eines Landes in die EU darstellt. In mehreren Konferenzrunden entscheiden sie, ob die Kandidaten in die EU aufgenommen werden oder nicht.







 


Europas Zukunft - Deine Zukunft
Die Europäische Union entdecken
Alle weiterführenden Schulen Klassen 5 bis 10, 8 bis 13 Uhr

Die Europäische Union - das ist einerseits die berüchtigte "Bürokratie in Brüssel": unübersichtlich, schwer zu durchschauen und ganz weit weg. Auf der anderen Seite betreffen die Entscheidungen der Europäischen Union unser Leben auf sehr direkte Art und Weise: Schätzungen zufolge beruht jedes zweite im Bundestag beschlossene Gesetz auf einer Vorlage der Europäischen Union.

Ziel dieses Aktionstages ist es, Schülern der Unter- und Mittelstufe wahlweise einen Einstieg in das Thema Europa und EU oder bei fortgeschrittenem Kenntnisstand eine Einführung in die Arbeit der Europäischen Union zu geben.

Schülerinnen und Schüler der Unterstufe lernen mit dem Europa-Puzzle spielerisch unterschiedliche Facetten Europas kennen: zunächst den Unterschied zwischen der politischen Europäischen Union und dem geographischen Europa, anschließend die wichtigsten Etappen und Hintergründe der europäischen Einigung. Mit landeskundlichen Beispielen wird das abstrakte Thema Europa begreifbar.

Die Schülerinnen und Schüler sehen so, dass Europa nicht nur eine hochpolitische und bürokratische Angelegenheit ist, die sich in Brüssel abspielt, sondern dass die Europäische Union auch konkrete Auswirkungen auf ihren Alltag hat, sei es im Geldbeutel, am Esstisch oder beim Telefonieren.

Für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe werden mit dem Europa-Puzzle ebenso die Aspekte beleuchtet, wie der Unterschied zwischen der politischen Europäischen Union, dem geographischen und zudem noch dem gesellschaftlichen Europa. In Gruppenarbeit erschließen sich die Schüler dann die wichtigsten Etappen der europäischen Einigung und die bedeutendsten Institutionen im politischen System der EU.


 


Vom Bosporus nach Baden-Württemberg
Zuwanderung verstehen - Integration gestalten
Klassen 8 bis 10, 8 bis 13 Uhr

In Baden-Württemberg leben fast 1,2 Millionen Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit. Jeder vierte Baden-Württemberger hat einen Migrationshintergrund. Somit sind Menschen mit einer unterschiedlichen ethnischen Herkunft, Religion und Wertvorstellung zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft geworden. Trotzdem sind uns viele Migranten und ihre Lebensweise immer noch fremd geblieben.

Im Seminar werden die Geschichte, Gründe und Umstände von Wanderungsbewegungen und verschiedene ethnische Gruppen in Baden-Württemberg vermittelt. Des Weiteren wird auf das Thema "Integration" eingegangen und gefragt, wie das Zusammenleben zwischen der Minderheit und der Mehrheit gestaltet werden kann. Das Bewusstsein für eine durch Zuwanderung veränderte gesellschaftliche Situation soll gestärkt und interkulturelle Kompetenz vermittelt werden.

Die einzelnen Einheiten des Seminars sind abwechslungsreich gestaltet und beziehen sich immer auf konkrete und alltagsnahe Beispiele.Da den Referenten die Ansichten der Schülerinnen und Schüler zum Thema Migration und Integration sehr wichtig sind, wird zudem ausreichend Zeit für den Meinungsaustausch zur Verfügung gestellt.


 


FAIRänderung durch Globalisierung?
Entwicklungspolitische Zusammenhänge und Globales Lernen
Klassen 5 bis 13, 8 bis 13 Uhr

Die Folgen der Globalisierung für die Entwicklungsländer werden ganz unterschiedlich eingeschätzt: Kritiker machen Globalisierungsprozesse für Unterentwicklung und Armut verantwortlich, andere sehen in der zunehmenden internationalen Zusammenarbeit Chancen für wirtschaftliche und politische Modernisierung in den ärmeren Ländern.
Tatsache ist, dass es nicht allen Menschen auf der Welt so gut geht wie uns und in vielen Ländern große Armut herrscht. Die Themen Entwicklung und Unterentwicklung erscheinen uns jedoch häufig fern.

Bei diesem Aktionstag werden die Schülerinnen und Schüler das komplexe Themenfeld kennenlernen, erörtern und mit einer konkreten Ebene - dem eigenen Lebensumfeld - in Verbindung setzen. Was hat unser Alltag mit den Menschen in Entwicklungsländern zu tun? Was sind überhaupt Entwicklungsländer und Unterentwicklung? Wie sieht die Prognose für die nächsten Jahre aus?

Auch die Politik spielt dabei natürlich eine bedeutende Rolle: Was kann man tun, um mit den ärmeren Menschen zusammen ihre Situation zu verbessern und was tut die Politik? Die wichtigsten Akteure der Entwicklungspolitik und ihre Arbeit werden in diesem Zusammenhang vorgestellt.

Im Zentrum des Aktionstages steht das Globale Lernen. Wir wenden vielfältige, ganzheitliche und partizipatorische Methoden an und vermitteln kulturelle und kreative Zugänge zur so genannten "Dritten Welt".


 


Grenzen des Wachstums?
Müssen wir angesichts von Klimawandel und Finanzkrise unser Wirtschaftssystem überdenken?
Klassen 9 bis 13, 8 bis 13 Uhr

Der Aktionstag macht systemische Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Politik und Umwelt spielerisch erfahrbar und regt Diskussionen an: Brauchen wir ständiges Wirtschaftswachstum? Oder bedeuten der Klimawandel und die Finanzkrise, dass es Grenzen des Wachstums gibt? Was wären mögliche Alternativen zum "immer mehr!" der letzten Jahrzehnte und wer sind die Menschen, die einen Wandel anführen könnten? Wie können wir z.B. ökologische Probleme überwinden, ohne dabei soziale Ungleichheiten zu zementieren oder gar zu verschärfen?

An diesem Vormittag werden wohl mehr Fragen gestellt als Antworten gegeben und der Aktionstag soll vor allem zum Beobachten, Erkennen und Diskutieren anregen, da es einfache Antworten auf diese Fragen ohnehin nicht gibt. Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden ihre Lebenswirklichkeiten kritisch zu beleuchten.


 


Kein Bock auf Politik?
Politikbasics: Grundlagen vermitteln und Interesse wecken
Klassen 5 bis 10, 8 bis 13 Uhr

Mal über etwas anderes reden als über Promis, Fußball und Wetter? Wie wär’s mit Politik!? Aber Politik ist so langweilig, kompliziert und undurchschaubar ...

Politik kann auch anders: An diesem Aktionstag wird den Schülerinnen und Schülern das kleine Einmaleins der Politik auf spielerische Art nähergebracht. Die Inhalte und Methoden sind lebensnah, anschaulich und handlungsorientiert ausgewählt. Anhand eines kleinen Planspiels sowie einer Übung erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie eine Gesellschaft funktioniert. "Demokratie muss gelernt werden, um gelebt werden zu können!"

Der Aktionstag richtet sich bewusst an Politikneulinge und weckt Lust und Interesse an Politik. Wir wollen Schülerinnen und Schüler ansprechen, die schon in Gemeinschaftskunde unterrichtet werden, aber wenden uns auch explizit an Jüngere, die dieses Fach erst in den nächsten Schuljahren belegen werden. Je nach Wissenstand werden wir den Aktionstag entsprechend ausrichten.

Es ist unser Anspruch, dass am Ende des Vormittags klar ist, dass der Bundestag kein Feiertag ist, die Abkürzungen CDU und SPD ähnlich bekannt sind, wie GZSZ und die Schülerinnen und Schüler gemerkt haben, dass Politik auch Spaß machen kann.


 


Politik und Medien
Wahlkampf und Willensbildung in der Demokratie
Klassen 9 bis 13

Wahlen gehören zum Kern einer jeden Demokratie. Mit ihrer Stimmabgabe entscheiden die Wahlberechtigten, welche Parteien, Kandidatinnen und Kandidaten für einen begrenzten Zeitraum die Macht haben werden, über die Belange des Gemeinwesens zu entscheiden. Aber wie kommt diese Wahlentscheidung zustande? Wer wählt was - und warum? Muss man sich vor der Wahlentscheidung nicht zunächst Urteile zu den verschiedenen Themen, Parteien und Personen bilden? Können diese Meinungen von Medien oder Parteien beeinflusst werden? Wie also funktioniert der Prozess der Willensbildung in einer Demokratie? Und welche Rolle spielen dabei Wahlkämpfe, Medien und nicht zuletzt Bürgerinnen und Bürger selbst?

In den niedrigeren Klassenstufen gibt eine Einführung in die Willensbildung in der deutschen Demokratie erste Antworten auf diese Fragen. Zunächst geht es ganz allgemein um die Bedeutung von Wahlen, daran anschließend werden in Gruppenarbeit die Spielregeln von Bundestagswahlen unter die Lupe genommen: Wer steht zur Wahl? Was macht der Bundestag überhaupt?

In Impulsvorträgen, Diskussionen und einem kleinen Selbstversuch werden im Rahmen des Seminars Grundlagen von Wahlen, Wahlverhalten und Medien vermittelt, bevor die Teilnehmenden selbst in die Rolle von Kampagnenmachern schlüpfen.







 


Europa gestalten
Geschichte, Aufbau und Zukunft der Europäischen Union
Klassen 9 bis 13, je nach Termin zwei- bis dreitägig

Jugendliche wachsen heute als Europäer auf und können sich an die D-Mark nur noch dunkel erinnern und an Grenzkontrollen, beispielsweise bei einer Reise ins nahe gelegene Frankreich, wahrscheinlich gar nicht mehr. Europa ist nicht mehr nur ein geographischer Begriff, sondern auch im Alltag Wirklichkeit geworden. Mit 27 Mitgliedsstaaten und einer Bevölkerung von mehr als 480 Millionen Menschen ist die Europäische Union heute der größte Wirtschaftsraum der Welt.

Doch was heute selbstverständlich ist, war nicht immer so und das Seminar versucht folgende Fragen zu klären: Warum und wie begann der europäische Integrationsprozess? Wie funktioniert die Europäische Union und welche Aufgaben haben ihre Institutionen? Wo begegnet die EU den Menschen im Alltag und wie können sich die Bürgerinnen und Bürger an der EU beteiligen? Wie könnte die EU in Zukunft aussehen?

Ein methodologischer Pluralismus erlaubt es den Schülerinnen und Schülern, sich Geschichte, Aufbau und Zukunftsthemen der Europäischen Union auf verschiedene Arten und ihrem Kenntnisstand entsprechend zu erarbeiten.


 


Vom Bosporus nach Baden-Württemberg
Zuwanderung verstehen - Integration gestalten
Klassen 8 bis 10, zweitägig

In Baden-Württemberg leben fast 1,2 Millionen Menschen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit. Jeder vierte Baden-Württemberger hat einen Migrationshintergrund. Somit sind Menschen mit einer unterschiedlichen ethnischen Herkunft, Religion und Wertvorstellung zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft geworden. Trotzdem sind uns viele Migranten und ihre Lebensweise immer noch fremd geblieben.

Im Seminar werden die Geschichte, Gründe und Umstände von Wanderungsbewegungen und verschiedene ethnische Gruppen in Baden-Württemberg vermittelt. Des Weiteren wird auf das Thema "Integration" eingegangen und gefragt, wie das Zusammenleben zwischen der Minderheit und der Mehrheit gestaltet werden kann. Das Bewusstsein für eine durch Zuwanderung veränderte gesellschaftliche Situation soll gestärkt und interkulturelle Kompetenz vermittelt werden.

Die einzelnen Einheiten des Seminars sind abwechslungsreich gestaltet und beziehen sich immer auf konkrete und alltagsnahe Beispiele.Da den Referenten die Ansichten der Schülerinnen und Schüler zum Thema Migration und Integration sehr wichtig sind, wird zudem ausreichend Zeit für den Meinungsaustausch zur Verfügung gestellt.


 


Terrorismus und Neue Kriege
Sicherheitsrisiken im 21. Jahrhundert
Klassen 11 bis 13, je nach Termin zwei- oder dreitägig

Die Art und Weise, wie Kriege geführt werden, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Zwischenstaatliche Kriege sind heute die Ausnahme. Die aktuelle Sicherheitslage ist geprägt durch innerstaatliche "Kleinkriege", terroristische Anschläge oder kriegerischer Gewalt zum Zweck wirtschaftlichen Profits. Oft treten in Krisenregionen eine ganze Reihe von Konfliktformen parallel oder eng miteinander vernetzt auf. Die Erörterung dieser Phänomene sowie mögliche Auswege aus der Gewaltfalle stehen im Mittelpunkt des Seminars.

In Impulsvorträgen, Gruppenarbeiten, Simulationen und Diskussionen werden unterschiedliche Facetten des Themas erörtert und eine Szenarioentwicklung soll den Blick schärfen für sich abzeichnende Entwicklungen in der Zukunft.


 


Globalisierung - Was geht mich das an?
Zusammenhänge der Globalisierung erkennen
Klassen 8 bis 13, je nach Termin zwei- oder dreitägig

Bevor wir eine Jeans im Laden kaufen, hat sie schon 10.000 km zurückgelegt. Unsere Turnschuhe kommen aus Taiwan und Vietnam, der Kaffee auf dem Frühstückstisch aus Südamerika. Die Verflechtung der Weltwirtschaft schreitet immer weiter voran und hat längst auch in unseren Alltag Einzug gehalten. Doch was genau verstehen wir unter Globalisierung, welche Auswirkungen hat sie und welche Aspekte werden als positiv bewertetet oder kritisiert? Diese allgemeinen Fragen zur Globalisierung werden in einem ersten Schritt geklärt. Durch die Globalisierung ist auch unser Alltag enger mit dem der Menschen in Entwicklungsländern verbunden - wie die Beispiele am Anfang zeigen. Bei den Politischen Tagen werden die Schülerinnen und Schüler das komplexe Themenfeld Entwicklung und Unterentwicklung kennenlernen, erörtern und mit dem eigenen Lebensumfeld in Verbindung setzen: Was hat unser Alltag mit den Menschen in Entwicklungsländern zu tun? Was sind überhaupt Entwicklungsländer und Unterentwicklung? Wie sieht die Prognose für die nächsten Jahre aus?

Auch die Politik spielt dabei natürlich eine bedeutende Rolle: Was kann man tun, um mit den ärmeren Menschen zusammen ihre Situation zu verbessern und was tut die Politik dafür? Die wichtigsten Akteure der Weltpolitik und ihre Arbeit werden in diesem Zusammenhang vorgestellt. Wir wenden vielfältige, ganzheitliche und partizipatorische Methoden an und vermitteln kulturelle und kreative Zugänge zur so genannten "Dritten Welt".

An den zwei Tagen werden wir Zeit haben, uns eingehender mit einem Beispiel zu beschäftigen. Im Sinne des Globalen Lernens werden die Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge erkennen, bewerten und daraus Schlüsse für ihr eigenes Handeln ziehen.


 


Kein Bock auf Politik?
Politikbasics: Grundlagen vermitteln und Interesse wecken
Klassen 5 bis 10, je nach Termin zwei- bis dreitägig

Mal über etwas anderes reden als über Promis, Fußball und Wetter? Wie wär’s mit Politik!? Aber Politik ist so langweilig, kompliziert und undurchschaubar ...

Politik kann auch anders: In diesem Seminar wird den Schülerinnen und Schülern das kleine Einmaleins der Politik auf spielerische Art nähergebracht. Die Inhalte und Methoden sind lebensnah, anschaulich und handlungsorientiert ausgewählt. Anhand eines kleinen Planspiels sowie einer Übung erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie eine Gesellschaft funktioniert. "Demokratie muss gelernt werden, um gelebt werden zu können!"

Der Aktionstag richtet sich bewusst an Politikneulinge und weckt Lust und Interesse an Politik. Wir wollen Schülerinnen und Schüler ansprechen, die schon in Gemeinschaftskunde unterrichtet werden, aber wenden uns auch explizit an Jüngere, die dieses Fach erst in den nächsten Schuljahren belegen werden. Je nach Wissenstand werden wir den Aktionstag entsprechend ausrichten.

Es ist unser Anspruch, dass am Ende des Vormittags klar ist, dass der Bundestag kein Feiertag ist, die Abkürzungen CDU und SPD genauso bekannt sind wie GZSZ und die Schülerinnen und Schüler gemerkt haben, dass Politik auch Spaß machen kann.