Außenstelle Freiburg

 

Vorträge, Podiumsgespräche und mehr

Europa- und Kommunalwahlen 2019

Collpol

Stell Dir vor, im Mai ist Wahltag und mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten bleibt zu Hause.Nur ein Gedankenspiel? Nein, Tatsache seit Jahrzehnten. 2014 beteiligten sich in Deutschland gerade einmal 47,9% der Wahlberechtigten an der Europawahl und in Baden-Württemberg 49,1% an der Kommunalwahl.Auch 2019? Oder möchte man in diesen politisch turbulenten Zeiten nicht doch die Chance nutzen, Politik mitzugestalten, zu bewahren oder zu verändern, von der Haustür bis Straßburg? Die Landeszentrale für politische Bildung möchte beide Wahlen in den Blick nehmen und mit dieser Vortragsreihe einen Beitrag zur Urteilsbildung von universitären und nichtuniversitären Zuhörern leisten.

Dienstag, 28. Mai 2019, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1199
Macht und Verantwortung des Europäischen Parlaments: Handlungsanreize, Chancen und Risiken der
Neunten Legislaturperiode
Prof. Dr. Andreas Maurer, Jean-Monnet-Chair for Political Science and European Integration,
Universität Innsbruck

Donnerstag, 6. Juni 2019, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1199
Kommunal- und Bürgermeisterwahlen in Baden-Württemberg 2019: Erste Analysen
Prof. Paul Witt, Hochschule für öff entliche Verwaltung Kehl, Rektor

Mittwoch, 26. Juni 2019, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1098
EU external relations within an unpredictable world: internal and external challenges for a civilian power Prof. Dr. Mario Telo , Jean Monnet Chair ad personam; Member of the Royal Academies for Science and the Arts of Belgium

Donnerstag, 27. Juni 2019, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1199
Wie tickt der Schultes? Direkte Demokratie und politische Beteiligung aus Sicht der kommunalen
Führungsspitze in Baden-Württemberg
Prof. Dr. Uwe Wagschal, Professur für Vergleichende Regierungslehre, Seminar für wissenschaftliche Politik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Eva Krummenauer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Seminar für wissenschaftliche Politik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

 

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Von J. Patrick Fischer - Eigene Quelle bzw. eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=6452848

Korrespondenten- Talk

Europäische Einigkeit oder nationale Egoismen

Brexit, Migration, Schuldenstaaten, Erweiterungs- und Haushaltsstreit - im Jahr der Europawahl steht die Europäische Union vor großen Schwierigkeiten. Die Versprechen von Demokratie, Wohlstand und Sicherheit sehen viele nicht eingelöst, während andererseits die Zahl derer zunimmt, die in der europäischen Integration die beste Antwort auf die Krisen unserer Zeit sehen. Wird der 26. Mai 2019 zum Schicksalsdatum für die Zukunft der EU? Die Angst wächst, dass Wahlsiege der Populisten und Nationalisten der europäischen Idee den letzten Lebenshauch nehmen. Die Landeszentrale für politische Bildung hat die Korrespondenten der Badischen Zeitung in Brüssel, Warschau, Rom und Paris eingeladen, die Stimmungslage und die politischen Vorgänge aus den Ländern, von denen sie täglich berichten, zu kommentieren und zu analysieren. Eins wird dabei ganz sicher deutlich werden. Die Chance und Herausforderung für Europa liegen in seiner Vielfalt.

 

Donnerstag, 23. Mai 2019, 20 Uhr   

Europäische Einsichten und (Un-)Einigkeit.

Macron und Merkels Europapolitik(en): Stottert der deutsch-französische Motor?

AxelVeiel,

Humboldt-Saal, Humboldtstraße 2, 79098 Freiburg im Breisgau

 

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Politik für „Early Birds“

70 Jahre Grundgesetz

Die alltägliche Beschäftigung mit Politik beginnt in der Regel morgens: Wir trinken Kaffee, hören Radio, lesen die Zeitung, schauen ins Internet oder Frühstücksfernsehen und dann erledigen wir unsere Arbeit. Warum den Tag nicht einmal anders angehen? Mit der Landeszentrale für politische Bildung haben Sie an drei Vormittagen die Gelegenheit, sich schon vor der Arbeit und beim Frühstück intensiv mit Politik auseinanderzusetzen. Das Team der Landeszentrale hält Vorträge über Personen und Politik, Zeiten und Zukünfte.

Donnerstag, 23. Mai 2019, 8 bis 9 Uhr

Das Grundgesetz hat heute 70. Geburtstag: Feiern wir die beste Verfassung der Welt?

Weitere Informationen

Von User:Verdy p, User:-xfi-, User:Paddu, User:Nightstallion, User:Funakoshi, User:Jeltz, User:Dbenbenn, User:Zscout370 - File created by various Wikimedia users (see "Author").File based on the specification given at [1]., Gemeinfrei,

Europawahl spezial

Podiumsdiskussion

Die Wahlen in den europäischen Mitgliedsstaaten sind vorbei, nun wird bilanziert: Wer hat warum gewonnen und welchen Wählergruppen sind Sieg oder Niederlage zu verdanken? Wie wird das Europäische Parlament zusammengesetzt sein?
Dr. Marcus Obrecht und Dr. Isabelle Guinaudeau analysieren den Wahlausgang am 27. Mai 2019 aus deutsch-französischer Perspektive und diskutieren zusammen mit dem Publikum mögliche politische Szenarien, die Europa in den kommenden Jahren prägen werden.

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Von © Superbass / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57426112

EU vs. Demokratie?

Vortrag

Die europäische Integration hat zu einem einzigartigen Transfer von Souveränität auf supranationale Institutionen geführt. Die Europäische Union ist damit zu einem eigenen Ort politischer Entscheidungsfindung geworden, dessen Gestaltungsmacht für die Bürger immer deutlicher spürbar wird. Die Idee einer „ever close Union“ wird jedoch heftig kritisiert. Der Vortrag diskutiert das Thema des „demokratischen Defizits“ der EU anhand aktueller Forschungsergebnisse. Was sind die Konsequenzen der europäischen Integration für die repräsentative Demokratie in Europa? Welche Rückwirkungen hat der Prozess auf die Funktionsweise der Demokratie auf der Ebene der Mitgliedsstaaten? Ist das supranationale System der EU demokratisch? Welche Konsequenzen haben die vielfältigen Krisen für die Demokratie in der EU?

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By Metropolico.org - Frank Richter, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51156314

Hört endlich zu!- Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet

Ein Vortrag von Frank Richter

Frank Richter ist ein deutscher Theologe und Politiker, der als Bürgerrechtler während der friedlichen Revolution in der DDR 1989/1990 durch seine Schlichtungsarbeit dazu beitrug, dass der Wandel ohne Blutvergießen verlief. Als langjähriger Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen setzte er sich früh für Gespräche mit Unterstützern von Bewegungen wie PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) ein und diente dabei oft als Vermittler. In seinem Buch „Hört endlich zu. Weil Demokratie Auseinandersetzung bedeutet“ beschreibt Frank Richter seine Erfahrungen im Dialog mit den sogenannten „Wutbürgern“, zeigt, worauf es dabei ankommt und erklärt, warum die Rechten in den „neuen Bundesländern“ immer stärker heranwachsen. Seiner Ansicht nach kann nur Kommunikation die „Spirale der Eskalation“ stoppen. Mit seinem Buch will er die Menschen in Ost- und Westdeutschland dazu ermutigen, Konflikte auszutragen und offen für Gespräche zu bleiben, auch wenn es dabei Grenzen gibt. In dem im März 2019 erschienenen Buch „Gehört Sachsen noch zu Deutschland? Meine Erfahrungen in einer fragilen Demokratie“ beschreibt Frank Richter, warum er die Rolle als Vermittler aufgegeben hat, es ihn nun in die aktive Politik zieht und er als Kandidat für den Landtag derzeit als Wahlkämpfer in Sachsen unterwegs ist. In diesem Vortrag fasst er die wichtigsten Erfahrungen und Thesen zu seiner Vermittlungsarbeit zusammen und diskutiert sie mit dem Publikum.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

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Von Bundesarchiv, Bild 137-040965 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5337942

Zusammenbruch und Widerstand.

Spurensuche zum militärischen Niedergang des NS-Regimes im Jahr 1944

Das Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv, ermöglicht anlässlich des 75. Jahrestags dieser Ereignisse zusammen mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Badischen Zeitung eine Spurensuche mit historischen Originalunterlagen. Die drei schicksalhaften Ereignisse im fünften Kriegsjahr 1944 leiten die Schlussphase des Dritten Reichs ein. Niedergang und militärisches Scheitern verbinden sich mit Radikalisierung der NS-Herrschaft und beispielloser Gewaltentfaltung. Nach einer kurzen Einführung erhalten die Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit, ausgewähltes Archivgut wie Kriegstagebücher, Lagekarten, Erinnerungsberichte oder Feldpostbriefe selbst zu entdecken und mit Archivaren und Historikern des Bundesarchives zu diskutieren.

 

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