Außenstelle Freiburg

 

Vorträge, Podiumsgespräche und mehr

„Kerneuropa“?-Ausweg oder Irrweg?

Europäische Perspektiven auf dem Prüfstand

Gelähmt von den inneren Krisen der Europäischen Union und den divergierenden Interessen der 27 Mitgliedsstaaten scheint Europa nicht mehr in der Lage zu sein, den drohenden Gefahren  in einer „Welt aus den Fugen“  angemessen zu begegnen. Ein neuerdings wieder verstärkt diskutierter Ausweg ist die Idee der Schaffung eines Gebildes namens „Kerneuropa“ innerhalb der bestehenden EU, bildlich ausgedrückt: die Schaffung eines „Hauses im Garten“. Kerneuropa, so die These, wäre zwar kleiner, aber deutlich handlungsfähiger und bürgernäher als die jetzige EU. Es könnte die restlichen Staaten einer Lokomotive gleich hinter sich herziehen und diese später, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, besser integrieren. Damit verbindet sich die Vorstellung von einem Europa, das mit einer Zunge spricht und das  im Unterschied zu heute mit einem Parlament und einer Regierung, die diese Namen verdienen, demokratisch verfasst wäre. Zu fragen wäre, welche Länder zunächst einem solchen Gebilde angehören sollten und wie insbesondere die mittelosteuropäischen Staaten sich dazu verhalten würden.

 

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Von Flooffy - Federal Palace of Switzerland, BernUploaded by Dodo von den Bergen, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10050545

Die Parlamentswahlen in der Schweiz 2019

Analysen. Argumente. Ansichten.

Am 20. Oktober 2019 haben die Schweizer*innen die 200 Abgeordneten des Nationalrates und 45 Mitglieder des Städterates für die 51. Legislaturperiode gewählt. Anlass für die Landeszentrale für politische Bildung und das Colloquium politicum sich mit dem politischen System der Schweiz und seinen Besonderheiten zu beschäftigen. Wozu braucht es einen Wahlkampf in einer Demokratie, bei der alle Parteien an der Regierung beteiligt sind und die keine eigentliche Opposition kennt? Wer wurde von wem warum gewählt und was waren neben den hohen Gesundheitskosten und der hohen Steuerbelastung die zentralen Wahlkampfthemen? Und wird der Aufstieg der rechtspopulistischen SVP (Schweizerische Volkspartei) gestoppt sein?

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DDR um 6

Zeitreise in ein untergeganges Land.

DDR Leben. DDR Leiden. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR; sie bleibt auch dreißig Jahre nach der Friedlichen Revolution notwendig. Der Blick auf die SED-Diktatur, das Leben der Menschen in der DDR scheint allzu oft von Unwissenheit geprägt. Die Zeitreise in die deutsche Vergangenheit möchte Ereignisse und Menschen aus 40 Jahren DDR in Erinnerung rufen und differenzierte Antworten auf die Fragen geben: Wie wurde regiert und wie haben die Menschen in der DDR mit Spreewald-Gurken, Stasi und Stacheldraht gelebt? Was haben die Menschen geleistet und wie haben sie ihren Alltag organisiert, der ja auch durchaus glücklich sein konnte. Was haben die Menschen mit dem Ende des sozialistischen Experiments verloren oder gewonnen? Und was hat das mit „dem Osten“ gemacht und welche Auswirkungen von Pegida bis zum Wahlverhalten im wiedervereinigten Deutschland lassen sich darauf zurückführen?

Dienstag, 29. Oktober 2019, 18 Uhr c.t.                                                                                                                            „Die Partei hat immer Recht“: Ideologie und Staatsaufbau der Deutschen Demokratischen Republik                                                                                                                                    Dr. Dieter von Schrötter, Politikwissenschaftler, Freiburg

Dienstag, 5. November 2019, 18 Uhr c.t.                                                                                                                   Mensch Mutta. Ein halbes Leben in der DDR.                                                          Alltags- und Frauengeschichte erzählt von Katharina Thoms, Journalistin, SWR (Südwestrundfunk), Stuttgart

Dienstag, 12. November 2019, 18 Uhr c.t.                                                             Agitprop(aganda) im DDR-Alltag: Der Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen                                                                                                                 Dr. Dirk Schindelbeck, Historiker, Denzlingen

Dienstag, 19. November 2019, 18 Uhr c.t.                                                                                                                                               30 Jahre Mauersturz. Ein Rückblick auf das „Jahr der Deutschen“.                                                                                                                                                                                      Dr. Michael Walter, Politikwissenschaftler, Freiburg

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Von Nick Taylor - https://www.flickr.com/photos/indigoprime/2449051923/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4331984

Der Iran und das Atomabkommen

Krisenherde der Weltpolitik

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Krisenherde der Weltpolitik referiert der Iranist Augustin Laber am Sonntag, den 27. Oktober 2019, über die Lage im Iran.

Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Wie ist die Situation in den Herkunftsländern der Migrant/innen, die teils auf lebensgefährlichen Wegen nach Deutschland kommen? Welche politischen, militärischen, ökonomischen und sozialen Konflikte bedrohen die Bevölkerungen dort? Welche positiven Potentiale hat Migration? Welche Entwicklungen sind zu erwarten? Wie sind sie zu bewerten?

Die von der Flüchtlingsbetreuung March und der Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam organisierte Vortragsreihe möchte mit Hilfe von landeskundigen Referent/innen über die Situation in verschiedenen Krisengebieten informieren und dazu beitragen, sich ein differenziertes Bild über Migrationsursachen zu machen.

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Bild von carlosftw auf Pixabay

Zeitzeugen der NS-Zeit im Gespräch

Überleben in Auschwitz – Die Bilder des Krieges lassen mich nicht los

Die Landeszentrale für politische Bildung organisiert in Zusammenarbeit mit dem Maximilian-Kolbe-Werk und dem Colloquium Politicum am 5. November 2019 erneut einen Abend in der Reihe „Zeitzeugen der NS-Zeit im Gespräch“.

Die heute 86-jährige Zdzislawa Wlodarczyk war sechs Jahre alt, als die Wehrmacht Polen überfiel und kam mit elf nach Auschwitz-Birkenau. Der Zweite Weltkrieg hat schlimme Erinnerungen hinterlassen, die sie bis heute quälen.

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Afrika Filmreihe

„Khartoum Offside“

Vortrag am Donnerstag, den 7.11.2019 mit Volker Finke über den Film „Khartoum Offside“.

Die in Saudi-Arabien geborene und aus dem  Sudan stammende Regisseurin Marwa Zein begleitet eine Gruppe junger Fußballerinnen in Sudans  Hauptstadt Karthoum, deren Ziel es ist eine  Frauenfußball-Nationalmannschaft zu gründen – und das obwohl es Frauen im Sudan verboten ist Fußball zu spielen. Zeins Film feierte im  Februar 2019 bei den  Filmfestspielen Berlin seine Weltpremiere. Nach dem Film wird es die Möglichkeit geben, mit Volker Finke über seine Erfahrungen im afrikanischen Fußball und seine Einschätzung der Entwicklung des Frauenfußballs auf dem Kontinent zu sprechen.

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By Bernd Schwabe in Hannover - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34794586

Die Kurden - Völker ohne Staat

Krisenherde der Weltpolitik

Am Sonntag, den 17. November 2019 referiert der Politikwissenschaftler Stefan Gram im Rahmen der Reihe Krisenherde der Weltpolitik über die Situation der Kurden.

Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Wie ist die Situation in den Herkunftsländern der Migrant/innen, die teils auf lebensgefährlichen Wegen nach Deutschland kommen? Welche politischen, militärischen, ökonomischen und sozialen Konflikte bedrohen die Bevölkerungen dort? Welche positiven Potentiale hat Migration? Welche Entwicklungen sind zu erwarten? Wie sind sie zu bewerten?
Die von der Flüchtlingsbetreuung March und der Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam organisierte Vortragsreihe möchte mit Hilfe von landeskundigen Referent/innen über die Situation in verschiedenen Krisengebieten informieren und dazu beitragen, sich ein differenziertes Bild über Migrationsursachen zu machen.

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Mittelosteuropa

Am Donnerstag, den 28. November 2019, referiert der Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Winfried über die Probleme der EU mit Mittelosteuropa.

Die Osterweiterung der EU, bei der 2004 Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und 2007 Bulgarien und Rumänien der EU beitraten, war die größte Erweiterung in der Geschichte der EG/EU. Sie wurde zunächst euphorisch als „Wiedervereinigung des Kontinents“ bzw. als „Rückkehr nach Europa“ jener Länder gefeiert, die durch den Eisernen Vorhang von der westeuropäischen Entwicklung auf wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Gebiet abgeschnitten waren. Diese Euphorie ist mittlerweile weitgehender Ernüchterung gewichen, denn noch immer besteht ein immenses Wohlstandgefälle zwischen Ost und West. Zudem entfernen sich einige der sogenannten Visegrád-Staaten immer weiter vom Grundkonsens in Sachen Demokratie und Gewaltenteilung, der die europäischen Staaten und Gesellschaften bisher zu verbinden schien. Dass Europa im Moment eher keine „Union“ ist, zeigt sich auch daran, dass eine Einigung über eine gemeinsame europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik mittlerweile unmöglich zu sein scheint.

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By PAS China - President Donald J. Trump visits China | 2017, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=71558658

Die Stunde der Autoritären?- Macho-Männer an der Macht

COLLOQUIUM POLITICUM

„Dies ist die Stunde, in der gewählte Staatsoberhäupter, Regierungs- oder Parteichefs zu charismatisch autoritären Führern werden können“ (Wolfgang Merkel 2016). Weltweit scheinen sie unaufhaltsam das politische Geschehen zu bestimmen: Mehr oder weniger demokratisch legitimierte Männer mit unerschütterlichem Wahrheitsanspruch und einem ausgeprägten Freund-Feind-Denken samt der Bereitschaft, Gegner gegebenenfalls auch gewaltsam auszuschalten. Statt demokratischem Diskurs mit ausgehandelten Kompromissen geht es darum, Andersdenkende rücksichtslos zu besiegen und die eigene Agenda durchzusetzen. Wie veränderten sich die jeweiligen politischen Systeme und Gesellschaften durch diese neuen charismatischen und autoritären Führer? Welche Entwicklungen sind zu erwarten und wo stoßen sie an Grenzen? Die Landeszentrale für politische Bildung möchte mit dieser Vortragsreihe einen Beitrag zur Urteilsbildung von universitären und nichtuniversitären Zuhörern leisten.

Donnerstag, 14. November 2019, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1098
Bolsonaros rechtspopulistische Machtpolitik und der brasilianische Kampf um die Demokratie
Dr. Fabricio Rodriguez, Politologe, Universität Jena

Dienstag, 26. November 2019, 18 Uhr c.t., Hörsaal 1098
Xi und die Neuerfindung der Diktatur
Kai Strittmatter, ehem. China-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Kopenhagen

Donnerstag, 16. Januar 2020, Hörsaal 1199
Hindu-Nationalismus, Populismus und politische Propaganda? Das „neue Indien“ unter Narendra Modi
Dr. Arndt Michael, Seminar für wissenschaftliche Politik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Donnerstag, 23. Januar 2020, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1199
Orbáns Populismus und seine Auswirkungen auf die Demokratie in Ungarn
Dr. Robert Csehi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für European and Global Governance
Hochschule für Politik München an der Technischen Universität München

Donnerstag, 6. Februar 2020, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1199
Trumps Amerika - eine erste Bilanz
Dr. Markus B. Siewert, Hochschule für Politik München - Bavarian School of Public Policy

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Kuhlmann /MSC [CC BY 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en)]

Regieren. Innenansichten der Politik Über die Gefährdungen der Demokratie

Ein Bericht aus 28 Jahren Regierungsverantwortung

Jeder weiß, wie der Arbeitsalltag eines Lehrers oder eines Arztes aussieht was genau aber macht ein Politiker, zumal ein Minister? Wie regiert man in einer parlamentarischen Demokratie? Thomas de Maizière verfügt wie nur wenige Spitzenpolitiker in Deutschland über 28 Jahre Erfahrung in direkter Regierungsverantwortung auf Landes- und Bundesebene: Als Bundesminister des Inneren setzte er sich beispielsweise mit der vermehrten Zuwanderung von Flüchtlingen und ihrer Integration auseinander. Er bietet dem Leser Innenansichten der Macht, definiert sein Selbstverständnis als Politiker und erklärt anhand zahlreicher Situationen aus seiner Amtszeit, wie wir regiert werden. Er berichtet über Alltägliches, aber thematisiert auch Entscheidungsprozesse in Extremsituationen, wie anlässlich der Terrordrohung in Hannover im Jahr 2015. Thomas de Maizière war in dem Stab der letzten demokratischen DDR-Regierung, für die er den Einigungsvertrag mitverhandelte. Im Anschluss arbeitete er in sechs verschiedenen Staatssekretärs- und Ministerämtern in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Von 2005 bis 2018 gehörte er der Bundesregierung an, zunächst als Chef des Bundeskanzleramtes, danach als zweimaliger Innen- und als Verteidigungsminister. Bis Dezember 2018 saß er zudem im Präsidium der CDU.

 

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Angela Stascheit [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)]

1989: Der Mauerfall und die Folgen

Lehrerfortbildung

"Die Ostdeutschen sind anders." Degriffe wie polnischer Populismus, undemokratischer Ungarismus oder die Rede vom reformunfähigen Rumänien brandmarken vorschnell die politische Entwicklungen in osteuropäischen Staaten. "Blinded by Ethnicity?" Sind die wissenschaftlichen Transformationskonzepte immer noch "nationalisiert" oder entwickelt sich z.B. ein gemeinsamer europäischer Diskurs über die Fragen, die mit der neuen Forschung einhergehen? 30 Jahre nach dem Mauerfall versucht diese Lehrer*innenfortbildung eine Bestandsaufnahme. Die verschiedenen Vorträge befassen sich mit Erwartungen, Resultaten, Ernüchterungen und Überraschungen der Transformationsprozesse in Osteuropa und dem wiedervereinigten Deutschland.

 

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