Außenstelle Freiburg

 

Vorträge, Podiumsgespräche und mehr

Mittelosteuropa

Am Donnerstag, den 28. November 2019, referiert der Politikwissenschaftler und Publizist Dr. Winfried über die Probleme der EU mit Mittelosteuropa.

Die Osterweiterung der EU, bei der 2004 Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und 2007 Bulgarien und Rumänien der EU beitraten, war die größte Erweiterung in der Geschichte der EG/EU. Sie wurde zunächst euphorisch als „Wiedervereinigung des Kontinents“ bzw. als „Rückkehr nach Europa“ jener Länder gefeiert, die durch den Eisernen Vorhang von der westeuropäischen Entwicklung auf wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Gebiet abgeschnitten waren. Diese Euphorie ist mittlerweile weitgehender Ernüchterung gewichen, denn noch immer besteht ein immenses Wohlstandgefälle zwischen Ost und West. Zudem entfernen sich einige der sogenannten Visegrád-Staaten immer weiter vom Grundkonsens in Sachen Demokratie und Gewaltenteilung, der die europäischen Staaten und Gesellschaften bisher zu verbinden schien. Dass Europa im Moment eher keine „Union“ ist, zeigt sich auch daran, dass eine Einigung über eine gemeinsame europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik mittlerweile unmöglich zu sein scheint.

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By PAS China - President Donald J. Trump visits China | 2017, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=71558658

Die Stunde der Autoritären?- Macho-Männer an der Macht

COLLOQUIUM POLITICUM

„Dies ist die Stunde, in der gewählte Staatsoberhäupter, Regierungs- oder Parteichefs zu charismatisch autoritären Führern werden können“ (Wolfgang Merkel 2016). Weltweit scheinen sie unaufhaltsam das politische Geschehen zu bestimmen: Mehr oder weniger demokratisch legitimierte Männer mit unerschütterlichem Wahrheitsanspruch und einem ausgeprägten Freund-Feind-Denken samt der Bereitschaft, Gegner gegebenenfalls auch gewaltsam auszuschalten. Statt demokratischem Diskurs mit ausgehandelten Kompromissen geht es darum, Andersdenkende rücksichtslos zu besiegen und die eigene Agenda durchzusetzen. Wie veränderten sich die jeweiligen politischen Systeme und Gesellschaften durch diese neuen charismatischen und autoritären Führer? Welche Entwicklungen sind zu erwarten und wo stoßen sie an Grenzen? Die Landeszentrale für politische Bildung möchte mit dieser Vortragsreihe einen Beitrag zur Urteilsbildung von universitären und nichtuniversitären Zuhörern leisten.

Donnerstag, 14. November 2019, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1098
Bolsonaros rechtspopulistische Machtpolitik und der brasilianische Kampf um die Demokratie
Dr. Fabricio Rodriguez, Politologe, Universität Jena

Freitag, 29. November 2019, 18 Uhr c.t., Hörsaal 1098
Xi und die Neuerfindung der Diktatur
Kai Strittmatter, ehem. China-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Kopenhagen

Donnerstag, 16. Januar 2020, 20 Uhr c.t.,  Hörsaal 1199
Hindu-Nationalismus, Populismus und politische Propaganda? Das „neue Indien“ unter Narendra Modi
Dr. Arndt Michael, Seminar für wissenschaftliche Politik, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Donnerstag, 23. Januar 2020, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1199
Orbáns Populismus und seine Auswirkungen auf die Demokratie in Ungarn
Dr. Robert Csehi, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für European and Global Governance
Hochschule für Politik München an der Technischen Universität München

Donnerstag, 6. Februar 2020, 20 Uhr c.t., Hörsaal 1199
Trumps Amerika - eine erste Bilanz
Dr. Markus B. Siewert, Hochschule für Politik München - Bavarian School of Public Policy

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