Außenstelle Freiburg

 

Gender – Wahn – Sinn

Frauen u. Männer. Grafik: pixabay.com/149577

Kontroversen analysieren, Vielfalt anerkennen und Diskriminierung entgegenwirken

 

„Gender“ – für die einen ein „wahnhaftes“ Reizwort, für andere ein immanenter Ausdruck der freiheitlich demokratischen Grundordnung.

In Art. 3 des Grundgesetzes sind die Gleichberechtigung von Männern und Frauen und das Benachteiligungsverbot aufgrund des Geschlechts verankert. In unserer Gesellschaft bestehen jedoch Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, die sich sowohl auf die Persönlichkeitsentwicklung als auch auf die Möglichkeiten, das eigene Leben zu gestalten, auswirken. Die gesellschaftlich weit verbreiteten Vorstellungen haben eine Ungleichbehandlung von Männern und Frauen zufolge, die sich beispielsweise darin zeigt, dass Frauen weiterhin im Durchschnitt weniger verdienen als Männer („Gender Pay Gap“). Gleichzeitig sind Menschen von Ausgrenzung und Abwertung betroffen, die sich keiner der beiden Geschlechter zuordnen können oder wollen. Damit einher geht die Diskriminierung von Menschen mit einer nicht-heterosexuellen Orientierung.

Politische Debatten und gesetzgeberische Maßnahmen reichen von der Vergangenheit (Frauenwahlrecht) bis zur Gegenwart (gleichgeschlechtliche Ehe). Deren gesellschaftliche Relevanz sowie die Bedeutung für die Betroffenen werden im Seminar gemeinsam erörtert.  Aktuelle gesellschaftliche und politische Kontroversen werden analysiert, Positionen verglichen und Argumente bewertet.

Ziel des Aktionstags ist es, die Teilnehmenden für die Auswirkungen der gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit zu sensibilisieren und die Anerkennung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu fördern. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden aktuelle Diskussionen in Politik und Gesellschaft im Themenfeld „Gender“ zu beurteilen und Handlungsstrategien gegen genderbezogene Diskriminierung zu entwickeln. 

  • Leitperspektive: Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt
  • I-Kompetenz: Gesellschaft, Recht
  • P-Kompetenz: Urteilskompetenz, Handlungskompetenz
  • Ziel: aktuelle Kontroversen in Politik und Gesellschaft beurteilen; Akzeptanz von geschlecht-
    licher und sexueller Vielfalt fördern; genderbezogene Diskriminierung erkennen und Handlungsstrategien entwickeln.
  • Klassenstufe: ab Klasse 8
  • Zeit: 5 Zeitstunden
  • Teilnahmezahl: ab 12 Personen

zurück

Nach oben

 

Politische Tage 2018/2019