Medien.Macht.Demokratie – gesellschaftlicher Zusammenhalt im digitalen Zeitalter
Inhalt
Durch Onlinenetzwerke teilen wir so viel wie nie miteinander. Aber teilen wir eigentlich noch eine gemeinsame Idee von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt? Schließen Medien Menschen und Meinungen aus – oder verbinden sie und schaffen ein Miteinander? Sind sie eine Gefahr für die Demokratie oder eine Voraussetzung für ihr Gelingen?Die Tagung betrachtet diese Fragen praxisnah und im Austausch mit den Teilnehmer:innen.
Konzeption: Dr. Konstantin Broese, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg; Stefan Maas und Christian Sülz, Deutschlandfunk
Programm
- 09.45 Uhr - Begrüßung, Eröffnung und Einführung
Dr. Konstantin Broese, LpB BW und Christian Sülz, Deutschlandfunk - 10.00 Uhr - Impuls 1 - Gelebt und geschmäht – Gegenwart und Zukunft unserer Demokratie
Wappnung, Wehrhaftigkeit und Zukunft unserer Demokratie
Prof. Dr. Frank Decker, Institut für Politikwissenschaft/Bonn - 11.00 Uhr - Impuls 2 - Zwischen Partizipationsversprechen und Algorithmenmacht – wie der Medienwandel gesellschaftliche Verständigung und Zusammenhalt herausfordert
PD Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Senior Researcher digitale Medien und politische Kommunikation, Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) - 12.00 Uhr - Podium „Zur Diskussion“;
Moderation: Sina Fröhndrich
Alt, verkrustet und abgehängt? – Wie bleiben die öffentlich-rechtlichenMedien relevant
Teilnehmer:innen: Dr. Uwe Vorkötter, Journalist; Prof. Dr. Frank Decker, Institut für Politikwissenschaft/Bonn;
Ulla Fiebig, Landesdirektorin SWR Rheinland-Pfalz; Sibylle Thelen, Direktorin Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
(Die Diskussion wird aufgezeichnet.) - 13.15 Uhr - Mittagspause
- 14.30 Uhr - Arbeitsgruppen
- Ak 1 Perspektivenvielfalt: Wer kommt in den Medien zu Wort?
Der Vorwurf wird oft erhoben: Bestimmte Stimmen und Positionen kommen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu kurz, werden gar bewusst ausgeschlossen. Im Arbeitskreis möchten die Mitarbeiter:innen verschiedener Deutschlandfunk-Redaktionen erfahren, welche Erwartungen die Teilnehmer:innen an die Abbildung von Vielfalt haben. Und sie erklären, nach welchen Kriterien sie ihre Interviewgäste auswählen, damit die Perspektivenvielfalt gewahrt und das Programm ausgewogen bleibt.
Moderation/teilnehmende Expert:innen Deutschlandfunk: Sina Fröhndrich, Redaktionsleitung „Meinung und Diskurs“; Martin Krebbers, Redakteur und Moderator „@mediasres” und „Nach Redaktionsschluss“; Sarah Zerback, Redakteurin und Moderatorin „Informationen am Morgen“ und „Der Tag“ (Podcast); Stefan Maas, Referent Intendanz - Ak 2 Nachrichten im Redaktionsgespräch
Anhand einer Nachrichtensendung, die die Teilnehmer:innen gemeinsam hören, werden die Kriterien für die Auswahl der einzelnen Meldungen ebenso besprochen wie Form und Formulierungen. Es geht auch um die Auswahl und Überprüfung vin Quellen und Informationen. Am Ende wissen die Teilnehmer:innen, nach welchen journalistischen Kriterien eine Nachrichtensendung entsteht. Moderation/teilnehmende Expert:innen Deutschlandfunk: Dr. Marco Bertolaso, Abteilungsleiter Nachrichten; Francisca Zecher, Ressortleitung Nachrichten - Ak 3 Medien im Dialog: Angebote an Publikum und Gesellschaft
Medien sind keine Einbahnstraße. Sie leben mehr denn je vom Dialog mit der Gesellschaft. Die Menschen sind Ideen- und Ratgeber, ihre Erfahrungen und Geschichten verbinden. Medien werden so mehr und mehr zum Ort für den Austausch auf Augenhöhe. In dem Arbeitskreis soll es darum gehen, wie dieser Dialog gestärkt werden kann. Moderation/teilnehmende Expert:innen Deutschlandfunk: Christian Sülz, Abteilungsleiter Kommunikation und Marketing - Ak 4 Desinformation und Demokratie: Was Medienpädagogik leisten kann
Desinformation stellt demokratische Öffentlichkeit und individuelle Urteilsfähigkeit vor neue Herausforderungen. Der Arbeitskreis nimmt in den Blick, warum Desinformation wirkt, wo ihr Teilnehmende im Alltag begegnen und welche Kompetenzen heute erforderlich sind. Im Zentrum steht die Frage, welchen Beitrag Medienpädagogik leisten kann, um Urteilsfähigkeit zu stärken, und wie eine Zusammenarbeit zwischen politischer Medienbildung und dem ÖRR ausgestaltet werden kann, um gemeinsam Verlässlichkeit, Reflektionsfähigkeit und demokratisches Handeln zu fördern.
Moderation: Martina Peao, Daniel Henrich, Fachreferent:in Medienpädagogik, LpB BW
- Ak 1 Perspektivenvielfalt: Wer kommt in den Medien zu Wort?
- 16.00 Uhr - Präsentation der Ergebnisse der Arbeitskreise
Moderation: Tagungsleitung - 16.15 Uhr - Podium„Nach Redaktionsschluss“; Moderation: Martin Krebbers
Perspektivenvielfalt: Wer kommt in den Medien zu Wort?
Teilnehmer:innen: Joachim Dorfs, Chefredakteur Stuttgarter Zeitung; Sarah Zerback, Deutschlandfunk; Publikumsgast
(Das Podium wird aufgezeichnet.) - 17.45 Uhr - Fazit
Moderation: Tagungsleitung
Im Anschluss: Zusammensein und Austausch.
Referierende
Dr. Marco Bertolaso
Prof. Dr. Frank Decker
Joachim Dorfs
Ulla Fiebig
Sina Fröhndrich
Daniel Henrich
Martin Krebbers
Stefan Maas
Martina Peao
PD Dr. Jan-Hinrik Schmidt
Sibylle Thelen
Dr. Uwe Vorkötter
Francisca Zecher
Sarah Zerback
Informationen
20.05.2026 | 09:30 Uhr -
20.05.2026 | 19:00 Uhr
Gebühren:
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Organisation:
Anfahrt:
Hospitalhof Stuttgart
Leitung
Dr. Konstantin Broese
Christian Sülz
Organisation
Martina Siegel-Ginzinger
07125-152-148
Martina.Siegel-Ginzinger@lpb.bwl.de
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